Krankheiten Krankheiten: Blattläuse

Krankheiten an Pflanzen durch Blattläuse
  • Saugschäden an Blättern , Trieben, Rinde und Wurzeln,
  • Überträger von Viruskrankheiten
  • Durch ausscheiden von Honigtau, sekundärer Befall des Laubes z.B. mit Rußpilze
  • Beeinträchtigung der Fotosynthese-Leistung
  • Kümmerwuchs
Mit beginnender Erwärmung im Frühjahr, werden auch die Blattläuse aktiv. Es gibt zahl- reiche und sehr verschiedene Arten von Blattläusen, die zum einen auf unterschiedliche Pflanzen spezialisiert sind, die auf vielen Pflanzen gleichermaßen vorkommen können und diejenigen die während eines Jahres verschiedene Wirte benötigen. Grundsätzlich können alle Pflanzen von Blattläusen befallen werden.

Ihre Vermehrung können die Blattläuse entsprechend der jeweiligen Jahreszeit steuern. Zum Herbst hin werden Eier abgelegt, die den Winter überdauern. Aus den überwinterten Eiern, schlüpfen mit Beginn des Frühjahres kleine, ungeflügelte Larven. Bereits nach etwa drei Wochen und mehrfachen Häutungen sind diese Larven geschlechtsreif und bringen ihrerseits lebende Larven zur Welt.

Bei einigen der weltweit rund 3500 bekannten Blattlaus-Arten geschieht diese Vermehrung unbegattet, nur durch geschlechtlich unentwickelte und flügellose Weibchen.

Im Jahresverlauf werden auch die Erscheinungsformen geändert. Die geflügelten Blattläuse sorgen dabei für die Verbreitung, während ungeflügelte Generationen relativ ortsgebunden sind und sich sehr schnell zu großen Kolonien zusammenfinden können.

Da sich die Vermehrung mehrfach im Jahr wiederholt kann es zu riesigen Populationen kommen, die durch einen milden Winter zusätzlich gesteigert werden, da zu wenig Eier erfroren sind. Erst bei zu großer Hitze wird die Population verlangsamt.

Mit ihren zu Stechborsten umgewandelten Ober- und Unterkiefer dringen sie tief in das Pflanzengewebe ein und saugen die dort enthaltenen Säfte aus. Das ausscheiden von zuckerhaltigem Honigtau läßt das Laub oder die Nadeln klebrig werden und glänzen. Auf diesen Blättern oder Nadeln siedelt sich dann in der Regel sehr rasch als sekundärer Schädling ein schwarzer Rußtaupilz an.

Vermehrt treten auch verschiedene andere Laus-Arten auf, z.B. Woll- und Schildläuse.

Blattläuse Blutläuse Schildlaus Sitkafichtenlaus Woll-Läuse

Zum Teil überwintern sie an dünnen Ästen und Zweigen, wie die Wollige Napfschildlaus, die an ihrem Hinterteil schneeweiße Eiersäcke trägt. Diese legen sie im Frühsommer, geschützt durch eine weiße Wollschicht, auf Blattunterseiten ab. Die Eiablage umfasst dabei mehrere hundert Eier.

Bei der Douglasien-Wollaus wird im Frühjahr zuerst eine Wachswolle auf den Nadeln aus- geschieden, unter der dann die Eier abgelegt werden. Ein Teil der Larven entwickelt sich zu geflügelten Tieren, die zur Sitka-Fichte weiterfliegen und dort ihre Eiablage vornehmen, während der andere Teil sich zu ungeflügelten Sommerläusen entwickelt. Durch die Saug- tätigkeit der geschlüpften Larven entstehen Gallen, in deren Schutz die Jungtiere heranreifen.

Die Vielseitigkeit bei der Vermehrung und die verschiedenen Entwicklungen der einzelnen Arten, die jeweils von den herrschenden Jahreszeiten gesteuert werden sind sehr umfassend und sprengen jeden Rahmen.

- Viren; - Bakterien; - Nematoden; - Milben; - Blattläuse; - Zikaden; - Käferarten;
- Schmetterlinge; - Wespenarten; - Blatt/Nadelpilze
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