Krankheiten Krankheiten: Wespenarten

Krankheiten an Pflanzen durch Wespen
  • Fraßschäden im gesamten Kronenmantel von Nadelbäumen
  • Fraßgänge in Stämmen von Laub- und Nadelbäumen
  • Übertragung von holzzerstörenden Pilzsporen
  • Deformationen und Kümmerwuchs an Wurzeln, Blättern, Trieben und Blüten von Eichen

Die allgemein bekannten Wespen sind hier nicht gemeint. Vielmehr handelt es sich um drei Kategorien von Wespen die in den Blattwespen, den Holzwespen und den Gallwespen eingeteilt werden.

Blattwespen

Die ab März bis August ausschwärmenden Blattwespen-Arten legen ihre Eier vorwiegend an oder in den Nadeln von Fichten und Kiefern ab. Die daraus schlüpfenden Raupen beginnen sofort mit der Fraßtätigkeit. Zur Überwinterung begeben sich die Raupen von den Bäumen in den Boden, wo sie sich je nach Art bis zu 15 cm tief eingraben und in einen Kokon einspinnen.

Die Umwandlung zur Puppe beginnt bei den meisten Arten erst mit ansteigenden Temperaturen im folgenden Frühjahr. Bis auf die Kiefernbuschhornblattwespe legen die Blattwespen nur einmal pro Jahr ihre Eier ab. Die Entwicklungszeiten schwanken zwischen einjährigen bis dreijährigen Generationen.

Von Bedeutung sind noch die Kiefernkultur-Gespinstblattwespe, Stahlblaue Kiefern-Gespinstblattwespe und die Fichten-Blattwespe.

Holzwespen

Wie der Name schon vermuten läßt, fliegen die 3-5 cm großen Holzwespen-Arten die Baumstämme von vornehmlich geschwächten Laub- und Nadelgehölzen an. Mittels eines Legebohrers werden die Eier tief in das Holz der Wirtspflanzen eingebohrt.

Da die meisten Holzwespen in einer Symbiose mit verschiedenen holzzerstörenden Pilzen leben, ist der mit der Eiablage oftmals verbundene sekundäre Schadensbefall durch über- tragene Pilzsporen eine echte Gefahr für den Baum.

Die ausgeschlüpften Larven fressen sich weiter in den Baum bis zu ihrer Verpuppung ein. Die Generationen bis zur fertigen Entwicklung und dem ausfliegen aus den Wirtsbäumen sind mehrjährig.

Von Bedeutung sind die Riesenholzwespe, die Kiefernholzwespe und die Schwarze Kiefernholzwespe, die vornehmlich Nadelbäume besiedeln, aber auch schon vereinzelt an Laubbäumen aufgefunden wurden, sowie die ausschließlich auf Laubbäumen fixierte Laubbaum-Holzwespe.

Gallwespen

Über 100 Arten von Gallwespen leben vorwiegend an und von Eichen. Durch ihr - mittels der Eiablage - eingreifen in den Stoffwechsel ihrer Wirtspflanzen, rufen sie die meist als kleine Kugeln geformten Gallen hervor. Diese leicht zu erkennenden Formveränderungen entstehen indem die Gallwespen den Entwicklungsprozess der Wirtspflanze an den besiedelten Wurzeln, Trieben, Blättern oder Blüten umsteuern.

In diesen Gallen leben die geschlüpften Larven von den Pflanzensäften bis zu ihrer voll- ständigen Entwicklung zur fertigen Gallwespe. Bei den meisten Arten tritt ein Generations- wechsel innerhalb der zweimal im Jahr stattfindenden Eiablage auf. Zunächst wird im Sommer eine zweigeschlechtliche Generation hervorgebracht, die sich beim zweitenmal, ab etwa Spätherbst, in eine rein weibliche umwandelt.

Schädigend kann vor allem die Triebgallwespe auftreten. Weitere Arten sind die Knoppern- gallwespe, die Eichenrosengallwespe, die Linsengallwespe, die Seidenknopfgallwespe, die Eichenschwammgallwespe und die Gemeine Eichengallwespe.

- Viren; - Bakterien; - Nematoden; - Milben; - Blattläuse; - Zikaden; - Käferarten;
- Schmetterlinge; - Wespenarten; - Blatt/Nadelpilze
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