Das Klima

Das Klima wirkt als Ganzes auf die Pflanzen, besteht in seiner Gesamtheit aber aus verschiedenen Klimafaktoren.

Genaugenommen ist das Wort Klima ein Sammelbegriff für alle Vorgänge in der Atmosphäre, an einem bestimmten Ort, über einen längeren Zeitraum. Klimazonen entstehen vor allem dadurch, dass die Sonne die Erdoberfläche nicht überall gleichmäßig mit Energie versorgt. So wird beispielsweise zwischen maritimen Klima und Kontinentalklima unterschieden. Zudem wird die Erde in verschiedene Klimazonen eingeteilt. Deutschland hat ein feucht-gemäßigtes Klima. Hier liegt übrigens auch der Grund für das vergleichsweise wechselhafte Wetter, da sich in regelmäßigen Abständen polare Luftmassen mit wärmerer, subtropischer Luft treffen. Durch diese Treffen entstehen die Tiefdruckgebiete, die den Regen bringen.

Für die Pflanzen ist es von enormer Wichtigkeit, innerhalb der extremsten Tieftemperaturen ihrer jeweiligen Heimat, überlebensfähig zu sein. Dies ist der begrenzende Faktor, von dem ein überleben der jeweiligen Pflanze abhängt. Hierbei spricht man von der Frosthärte. Der Härtegrad einer Pflanze sagt aus, bis zu welcher Tiefsttemperatur ein überleben ohne Schädigung möglich sein kann.

Bei der Sommerwärme ist ein anderer Aspekt, als die höchste Temperatur von Bedeutung. Es kommt viel mehr auf den Durchschnitt der Temperaturen an, der Aufschluss über die Wärmemenge gibt, die zur Verfügung gestellt wurde. Der Bedarf dieser Wärmemenge, ist bei den verschiedenen Pflanzenarten auch unterschiedlich hoch.

Einwirkungen hat die Wärmemenge nicht zuletzt auf die Blüten- und Fruchtbildung, also auch ganz entscheidend auf die Vermehrung, sondern auch auf die Ausreifung der neuen Triebe. Ein nicht ausgereifter Trieb, wird bei leichten Frösten bereits zurückfrieren und damit den Zugewinn einer Periode verlieren. Andere Pflanzen hingegen, die aufgrund ihrer benötigten Wärmemenge dieses Problem nicht hatten, werden im Konkurrenzkampf der Pflanzen zueinander die Oberhand gewinnen. Nicht unterschätzt werden darf aber auch das eigentliche Konkurrenzverhalten der Pflanzen zueinander. Obwohl es sehr viele, ähnliche Ansprüche von verschiedenen Pflanzenarten an die Klima- und Umfeldfaktoren gibt, kommen sie dennoch nicht gemeinsam vor. Dies liegt daran, das unterschiedliche Wuchsstärken, den Lichtbedarf für andere entzieht, oder das effektiveres ausnutzen bei der Wasseraufnahme den anderen diesen Baustoff vorenthält, oder nicht genügend Zufuhr ermöglicht.

Das Wasser, als der wichtigste Baustoff der Pflanzen, stellt natürlich auch einen wesentlichen Klimafaktor dar. Zum einen ist die Niederschlagsmenge in den Sommermonaten von großer Bedeutung für die Entwicklung der Pflanzen, zum anderen die Regelmäßigkeit dieser Niederschläge. Sich ändernde Verhältnisse bewirken auch hier, dass einzelne Pflanzenarten sich nicht anpassen können oder es nicht schaffen, und dementsprechend zurückgedrängt werden, dafür aber andere Pflanzen auf dem Vormarsch sind.

Pflanzen derselben Art können natürlich auch in verschiedenen Klimazonen überleben. Sie passen sich ihrer jeweiligen Klimazone in ihrem Wuchs- und Schutzverhalten an. Deshalb ist es auch möglich, kultivierte Pflanzen innerhalb verschiedener Lokal- bzw. Klimazonen, unter Beachtung der Frosthärte und Umfeldfaktoren (z. B. Boden), zu pflanzen. Eine Eingewöhnungszeit sollte aber Voraussetzung sein, damit sich die Pflanzen den neuen Gegebenheiten anpassen können. Ist innerhalb der Eingewöhnungsphase das Extrem zu groß, kann es zu Schädigungen kommen.

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Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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