1998 - Die Wildbirne, Pyrus communis

Die Wildbirne, Pyrus communis

Wie aus dem Namen schon abgeleitet werden kann, handelt es sich um die Wild- form der Birne. Ein Er- kennungsmerkmal zeichnet sich durch die Wuchsform aus. Eine relativ schlank und aufstrebende Krone, deren Äste immer wieder bogig herunterhängen.

Die ursprünglich senkrecht wachsenden Hauptäste biegen sich durch und die Seitenknospen setzen das Höhenwachstum fort. So baut sich die Wildbirne quasi etagenartig auf.

Daher ist auch die beste Entwicklung an einem freistehenden Standort immer in Verbindung mit reichlicher Lichtzufuhr verknüpft, da sonst die Konkurrenzbäume sie schnell überwachsen.

Die Wildbirne erreicht eine Höhe von 10- 15 m und hat im Gegensatz zu den gezüchteten Birnensorten nur etwa 3 cm große Früchte. Die Beschreibungen der Früchte von Pyrus communis reichen von birnenförmig über eiförmig bis rund. Die Blütezeit beginnt in der Regel Ende April oder Anfang Mai und findet grundsätzlich vor dem Laubaustrieb statt. Die Blüten sind zwittrig und auf Fremdbestäubung angewiesen.

Das Laub hat aus der Ferne eine gewisse Ähnlichkeit mit Weidenblättern. Die Blätter der Wildbirne sind eirund bis elliptisch geformt und etwa 5-7 cm lang. Sie laufen spitz aus und sind leicht gesägt. An den jungen Zweigen und Verzweigungen ist eine dornige und stechende Besetzung an der Spitze. Besonders ist auch die Rinde ausgebildet, die sich im Alter in kleinen Schuppen ablöst.

Pyrus communis gehört botanisch zur Familie Rosaceae, den Rosengewächsen, wie z. B. auch Äpfel und Kirschen. Da sie sehr lichtbedürftig und eher wärmeliebend ist, beschränkt sich die Verbreitung auf Westeuropa bis zum Kaukasus hin. Die Frosthärte gilt deshalb als eingeschränkt.

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Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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