Milben

Krankheiten an Pflanzen durch Milben

  • Saugschäden an Nadeln und Blättern, fast aller Nadelbaum- und Laubbaumarten

Weltweit tummeln sich über 10.000 Arten von Milben. Man kann sie gleichermaßen im Haushalt antreffen, wie auch im Boden oder an Pflanzen. Entgegen der allgemeinen Meinung, dass die Milben grundsätzlich schädlich sind, trifft dies nur auf einen kleinen Teil dieser vielfältigen Arten zu.

Die Schädlinge unter den Milben können im Wald, an Kulturpflanzen, in der Landwirtschaft oder im Hausgarten für erhebliche Schäden sorgen. Zum Teil gelten sie auch als Überträger von Krankheiten und Seuchen. Sie sind sehr klein und ohne optische Hilfsgeräte nicht zu sehen.

Die meisten Milben sind Räuber, die sich entweder von Insekten oder von Artgenossen ernähren. Durch die Vernichtung von Insekten halten sie die für Pflanzen schädlichen Populationen in Grenzen. Zahlreiche Arten ernähren sich aber auch durch das Aussaugen von Nadeln oder Blättern ihrer Wirtspflanze und sorgen somit für ein vorzeitiges Welken und Absterben der Nadeln oder Blätter. Dadurch wird die Wirtspflanze insgesamt geschwächt.

Unterschieden werden müssen grundsätzlich zwei verschiedene Vorgehensweisen der Milben. Anhand der Lindenspinnmilbe, besser bekannt unter den Namen "Rote Spinne", und der Nadelholzspinnmilbe, zeigen sich die verschiedenen Lebensweisen.

  • Spinnmilbe

    Spinnmilbe

  • Spinnmilbe

    Spinnmilbe

  • Gespinst

    Gespinst

Die Lindenspinnmilbe (Rote Spinne) beginnt ab Mitte August mit der Abwanderung aus den Bäumen, um bereits Winterquartiere in Schlupfwinkeln am und rund um den Baum zu beziehen. Im Frühjahr erfolgt, mit ansteigenden Temperaturen, der Aufstieg in die Bäume und die Eiablage unter den jungen Blättern. Bis zum Schlüpfen der Larven vergehen nur wenige Tage.

Bei der Nadelholzspinnmilbe hingegen erfolgt die Eiablage im Sommer/Herbst in den Nadelzweigen. Dort überwintern sie und erst mit ansteigenden Temperaturen erfolgt, im folgenden Frühjahr, das Schlüpfen der Larven.

Die geschlüpften Larven von Milben besitzen sechs Beine, ausgewachsene Milben haben dann acht Beine.

Die Saugschäden erfolgen grundsätzlich an den Unterseiten von Nadeln und Blättern. Durch das Überziehen von silbrig glänzenden Gespinsten, lässt sich der Befall sehr gut optisch erkennen. Eine eventuell vorgesehene chemische Bekämpfung ist möglich.

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Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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