Baum von A-Z Baum von A-Z: Die Blüte/Frucht
- Stichworte A-Z; - Die Zelle; - Die Wurzel; - Der Spross; - Das Blatt;
- Die Blüte/Frucht; - Der Samen; - Der Boden; - Der Baum; - Das Klima;
- Der Lebenszyklus

Alle Samenpflanzen haben eine Blüte, ob sie nun mit oder ohne Blütenhülle ausgestattet sind. Die Blüte ist ein umgebildeter Kurztrieb, eine umgestaltete, gestauchte Sprossachse. Neben den vielen unterschiedlichen Gestaltungsformen der Blüten gibt es auch Unterschiede in der Verteilung der benötigten männlichen und weiblichen Blütenorgane. Eingeteilt werden die Pflanzen in

    • Einhäusig = männliche und weibliche Blüten sind getrennt voneinander auf einer Pflanze vorhanden.
    • Zweihäusig = jede Pflanze einer Art hat entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten
    • Dreihäusig = es kommen sowohl zwittrige und eingeschlechtliche Pflanzen innerhalb einer Art vor
    • Zwitter = eingeschlechtliche Blütenpflanzen, männliche und weibliche Blüten- organe sitzen in einer Blüte
  • Unterschieden werden ferner die

    • Gymnospermen (Nacktsamer> Nadelgehölze) von den
    • Angiospermen (Bedecktsamer> Laubgehölze).
Bei den Nacktsamern liegt die Samenanlage offen am Rande eines Fruchtblattes oder auf einer Samenschuppe (Tannenzapfen). Es sind oftmals einhäusige Pflanzen. Die männlichen Staubblüten bilden am Beispiel der Fichte kleine gelbe Zäpfchen, die einzelnen Blätter (Staubblätter) stehen dicht und tragen auf der Unterseite je zwei Pollensäcke. In den Staub- blättern bilden sich durch Meiose die Pollenkörner, die mit Luftsäcken ausgestattet, vom Wind verweht werden. Die weiblichen Fruchtblüten bestehen aus kleinen roten Zäpfchen. Die einzelnen Blätter haben oben zwei Samenschuppen, mit je einer offenen Samenanlage. Darauf befindet sich die mit ihnen verwachsene Deckschuppe. Der Blütenstand ist erreicht, wenn die Samenanlage und die Deckschuppe sich zu einem Kurztrieb gebildet haben. Hier kann man auch von einer unscheinbaren Blüte sprechen.

Bei den Bedecktsamern ist die Samenanlage zur Blütezeit in einem Fruchtknoten einge- schlossen. Sie haben eine echte oder scheinbare Blüte. Die Blütenhülle kann sowohl einfach, doppelt oder farbig aufgebaut sein. Normalerweise sind in der Blüte fünf Wirtel aus meta- morphosierten Blättern enthalten: Kelchblätter, Blütenblätter, zwei Staubblattkreise, und der Fruchtblattkreis. Die Blätter der Kreise können miteinander verwachsen sein. Alle Blüten- glieder leiten sich von normalen Laubblättern ab.

Blütenaufbau Der Blütenaufbau anhand einer Steinobstblüte. Die Staubblätter stellen die männlichen Blütenorgane dar. Sie bestehen aus d) Staubbeutel (Anthere) und e) Staubfaden (Filament). In den Staubbeuteln wird der Blütenstaub (Pollen) gebildet.

Das weibliche Organ der Blüte ist der Stempel. Ein Stempel setzt sich aus b) Narbe, f) Griffel und l) Fruchtknoten zusammen. Im Inneren eines Frucht- knotens sitzen kleine, kaum sichtbare m) Samenan- lagen, die von 2 g) Hüllen (Integumente) umschlossen werden. Ferner umschließen die Hüllen auch den i) Embryosack mit seinen 8 Zellen und den k) Zellkern (Nukleus/ Nucellus).

Bei der Bestäubung, die meist durch Wind, Regen oder Insekten ausgelöst wird, gelangt der a) Blüten-
staub (Pollen) auf die b) Narbe. Danach erfolgt dieBefruchtung. Dabei wandert der auf der Narbe aufgebrachte Pollen durch einen c) Pollenschlauch und den f) Griffel zur m) Samen- anlage, wo die Verschmelzung des Pollens mit der Eizelle im Inneren des l) Fruchtknotens erfolgt.

Die weiter in den Embryosack hineinreichende h) Eizelle entwickelt sich nach der erfolgten Befruchtung zum Embryo des Samens und die beiden j) Polkerne steuern nach ihrer Ver- schmelzung und Befruchtung das dazugehörige Nährgewebe (Endosperm) bei. Aus dem l) Fruchtknoten entwickeln sich die Früchte, die die aus der m) Samenanlage hervorgegang- enen Samen enthalten.

Genauso unterschiedlich wie die Gestaltungsformen der Blüten ausfallen, gilt gleiches auch für die Fruchtformen. Deren vielgestaltigen Hüllen und Formen schützen die heranreifenden Samen. Das vorrangige Ziel der Früchte liegt nach Erreichen der Reife in der Verbreitung des Samen. Je nach Fruchtform erfolgt die Verbreitung hauptsächlich durch den Wind, Regen oder durch Tiere.
  • Bei den Fruchtformen unterscheidet man zwischen

    • Öffnungsfrüchte; öffnen sich bei der Reife und verbreiten den Samen; Balgfrüchte (Hahnenfussgewächse), Hülsen (Erbsen), Schoten (Senf) und Kapseln (Springkraut)
    • Schließfrüchte; Ausbreitungseinheit ist der ganze Fruchtknoten; Beeren (Weintraube), Nüsse (Haselnuss), Steinfrüchte (Kirsche)
    • Sammelfrüchte; entstehen aus vielen Fruchtknoten, sind den Schließfrüchten unterzuordnen; Sammelnussfrüchte (Hagebutte), Sammelsteinfrüchte (Himbeere), Apfelfrüchte (Apfel)
    • Fruchtverbände; hier wird ein ganzer Blütenstand zur Frucht (Ananas)

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