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Der Samen

Der Samen kommt bei den Bäumen in den unterschiedlichsten Formen und Größen vor. Die Verbreitung der reifen Samen erfolgt hauptsächlich durch den Wind und nicht zuletzt auch durch die Nahrungsaufnahme von Tieren.

Fruchtflügel Feld-Ahorn

Für die Windverbreitung des Samens hat zum Beispiel der Feld-Ahorn seine Fruchtflügel (Propeller), die zu ganz außerordentlichen Flugleistungen befähigt sind. Schwere Samen hingegen, wie zum Beispiel Eicheln, die nur im unmittelbaren Bereich des Baumes herabfallen können, werden durch Tiere wie dem Eichhörnchen weitertransportiert, die die Eicheln als Wintervorrat sammeln, eingraben und dann oftmals nicht mehr wiederfinden.

Ferner gelangen die unverdaulichen Samenkerne von Früchten jeglicher Art, nach der Nahrungsaufnahme durch den Kot der Tiere - vor allem zeichnen sich hier die Vögel aus - zum Teil kilometerweit entfernt von ihrem eigentlichen Ursprungsort.

Unterschieden werden - wie bei den Blüten - die Gymnosperme (Nacktsamer) und Angiosperme (Bedecktsamer) voneinander.

  • Die Nadelgehölze, deren Samen in Zapfen heranreifen, zählen zu den Nacktsamern, da der gebildete Samen nicht von der Fruchthülle eingeschlossen wird. Nach der Bestäubung der weiblichen Blüte, schliessen sich die einzelnen Fruchtschuppen und der sich bildende Zapfen verharzt. Dieser Vorgang dauert mindestens ein Jahr an. Je nach Nadelgehölz, öffnen sich die mittlerweile verholzten Fruchtschuppen ab dem zweiten Jahr, bei einigen auch erst viel später. Dieser Vorgang ist ausschließlich bei trockenem Wetter zu beobachten, um die Windverbreitung der geflügelten Samen gewährleisten zu können. Bei schlechter Wetterlage sind die Fruchtschuppen hingegen geschlossen. Geöffnete oder sich öffnende Zapfen sind daher ein guter Wetterindikator.
  • Die Laubgehölze bilden die Gruppe der Bedecktsamer, da sich bei ihnen der Samen aus der Samenanlage bildet und den Keimling enthält, der sich in einem nährstoffreichen Gebilde geschützt, von einer Samenschale befindet. Die meisten Laubgehölze haben zudem eine jährliche Samenbildung.

Für beide Gruppen gilt jedoch gleichbleibend, dass sich der Keimling umso besser bilden kann wenn er auf dem Boden nur eine leichte Bedeckung mit Erde oder Laub erhält. Tieferes vergraben führt automatisch zum Verlust der Keimfähigkeit. Die Keimung wird durch die Quellung des Samens ausgelöst. Dabei wird eine Volumenzunahme durch Wassereinlagerung erzielt, die zu einem Quellungsdruck führt.

Die gequollenen Samen können aber nur keimen, wenn die dafür benötigten Lichtverhältnisse für die jeweilige Samenart, entweder Licht- oder Dunkelkeimer, herrschen.

Eine einzigartige Ausnahmestellung nimmt allerdings der Ginkgo ein. Obwohl er zu den Nacktsamern zählt, weil seine Samen nicht in einer Fruchthülle eingeschlossen sind, haben die Samen Schalen und einen fleischigen Samenmantel.

Der Ginkgobaum ist, wie einige andere Koniferen, zweihäusig. Pollen und Eizellen werden somit auf verschiedenen Bäumen gebildet. Der weibliche Baum muss in der Nähe eines männlichen Baumes wachsen, um befruchtet zu werden. Der Ginkgo hat eine einzigartige Stellung, da er bewegliche oder frei schwimmende Spermien ausbildet.

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des Autors
Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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