Was ist günstiger? - Gartenhaus kaufen oder selber bauen?



Was ist günstiger? Selber bauen oder Fertigbausatz

Ist ein selbstgebautes Gartenhaus teurer oder günstiger als ein Fertigbausatz oder ein bereits zusammengebautes Gartenhaus? Die Antwort hängt natürlich stark davon ab, wie das eigene Gartenhaus aussehen soll und wie groß und komfortabel dieses sein soll.

Grundsätzlich sind sich aber viele Gartenhaus-Fans im Internet einig, dass für einen Laien ohne zusätzlichen Rat der Selbstbau wohl meistens teurer enden wird. Dies liegt nicht unbedingt nur an den ursprünglich verwendeten Materialen, sondern vor allen Dingen an Nachbesserungen die aus Unwissenheit nötig werden.

Eine pauschale Antwort ist somit natürlich schwer möglich, da es stark an den eigenen Vorstellungen liegt wie viel ein fertiges oder selbst gebautes Gartenhaus letztendlich kostet.

Eigenbau:

Ein Gartenhaus mit einer Große von 9-12m³ kostet im Eigenbau im Blockbohlen-Baustil mit Fundament etwa 1400 - 1700 €. Dies berücksichtigt aber noch nicht die Kosten für einen Statiker oder ein Gutachten.

Um Kosten zu sparen könnte man schnell auf die Idee kommen das Gartenhaus einfach still und heimlich aufzubauen und auf den Statiker und die Einholung der Genehmigung zu verzichten. Dies sollte man aber lieber unterlassen. Mehr dazu gibt es in diesem Artikel.

Fertigbausatz:

Einfache Gartenhäuser um die 12 m³ lassen sich für Preise zwischen 1500 und 2000 € (inkl. Versand) im Internet finden. Hier kommt allerdings noch das Fundament hinzu, das wahrscheinlich mit 500 bis 600 € zu Buche schlägt. Preislich landet man also bzgl. der reinen Baukosten in einem ähnlichen Bereich. Kosten für einen Statiker oder Gutachter braucht man aber nicht, da dem Fertigbausatz eine entsprechende Anleitung mit den korrekten Maßen beiliegt. Die Berechnung der Statik hat bereits der Hersteller des Fertigbausatzes übernommen.

Allerdings sieht das Gartenhaus am Ende natürlich nicht unbedingt so aus wie in der Vorstellung, wenn man etwas günstiges sucht. Allerdings ist aufgrund des Fertigbausatzes definitiv keine Nachfrage bei einem Statiker nötig. Sobald man diesen beim Eigenbau hinzuzieht könnte das vorhandene Budget schon durch diesen gesprengt werden.

Ebenfalls sollte man unbedingt darauf achten, dass alle nötigen Dinge im Lieferumfang des Fertigbausatzes enthalten sind. Dies betrifft vor allem Türen, Fenster oder Dachpappen.

Gartenhaus bauen lassen:

Wenn man handwerklich ungeschickt ist, das passende Werkzeug nicht hat oder einfach keine Lust hat den Fertigbausatz selber aufzubauen, kann man diese Arbeit natürlich auch erledigen lassen.

Bei einem individuellen Bau durch einen Zimmerer oder den Aufbau eines Fertigbausatzes durch Arbeitskräfte landet man aufgrund des Stundenlohns oder einer vielleicht vereinbarten Pauschale natürlich in einem anderen Bereich als mit einem kompletten Eigenbau oder dem selbst durchgeführten Aufbau eines Fertigbausatzes.

Fertiges Gartenhaus liefern lassen:

Man kann sich auch ein komplett fertiges Gartenhaus liefern lassen. Je nach Wohnsituation wird dieses dann sogar per Kran über die Gärten der Nachbarn gehoben. Allerdings sollte man seine Nachbarn über dieses Vorhaben informieren und nicht wie unsere Nachbarn einfach ein Gartenhaus über die Autos heben lassen.

Wenn es die Umgebung nicht zulässt kann man diese Option natürlich vergessen. Schließlich kann das Gartenhaus nicht über mehrere Hochhäuser hinweg gehoben werden.

Fazit:

Desto größer, ausgefallener und individueller das gewünschte Gartenhaus werden soll, desto günstiger wird für einen geübten (Hobby-)Handwerker der Selbstbau eines solchen Hauses. Für ein kleines und anspruchsloses Gartenhaus kann sich eher ein Fertigbausatz lohnen, da man sonst vielleicht einen verhältnismäßig großen Aufwand betreibt und viel Zeit investiert um ein paar Hundert Euro zu sparen.

Außerdem darf man bei jeglichem Vorhaben nicht vergessen, dass man auch entsprechendes Werkzeug kaufen oder leihen muss, sofern man dieses nicht grundsätzlich schon besitzt. Auch wenn es für die meisten vermutlich nicht weiter ins Gewicht fällt, müsste man auch die eigene aufgewendete Arbeitszeit mit in die Kostenkalkulation einbeziehen.

Letztendlich kann man sich den Eigenbau auch zu schön rechnen, indem man von einem zu optimistischen Budget ausgeht und Dinge übersieht, die man am Ende nachträglich kaufen muss.