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Der Parasit

Der parasitäre Pilz ist ein Schmarotzer und hat es auf lebende Organismen abgesehen. Dies können neben den Pflanzen auch Tiere sein. Nur die wenigsten Pilze sind in der Lage, lebendes Holz abzubauen, bzw. es zersetzen zu können.

Parasitisch agierende Pilze stellen eine Gefahr als Schaderreger für ihre Wirtspflanzen dar. Neben der Schwächung ihrer Wirtspflanzen, können sie auch für deren komplettes Absterben sorgen. Es ist nicht immer leicht zu erkennen, ob ein Pilz nun parasitisch lebt und die Schädigung an der Wirtspflanze hervorgerufen hat oder ob er sich als Saprophyt einst auf abgestorbenen Pflanzenteilen angesiedelt hat.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich einige Pilze in fliessenden Übergängen zwischen einem Parasiten und Saprophyten betätigen können. Diese Pilze werden des öfteren auch als fakultative Parasiten bezeichnet.

Riesenporling

Ein ganz entscheidender Faktor für den Verlauf einer Holzzersetzung von lebenden Bäumen, wird durch die Zusammensetzung des Holzes bestimmt. Hier gibt es innerhalb der verschiedenen Baumarten riesige Unterschiede.

Des weiteren spielen aber auch die Fähigkeiten der jeweiligen Baumarten eine Rolle, wie sie mit dem angreifenden oder bereits etablierten Pilz fertig werden können. Auch in diesem Punkt gibt es innerhalb der unterschiedlichen Baumarten verschiedene Strategien und Fähigkeiten.

Zweifelslos gilt aber auch, dass gesunde und kräftige Bäume in der Regel gegenüber den Angriffen eines parasitären Pilzes besser gerüstet sind, als bereits geschwächte oder gestresste Bäume.

Auch die parasitären Pilze bedienen sich verschiedener Strategien, um das Holz ihrer Wirtspflanzen zu zersetzen. Für die Besiedlung nutzen sie gnadenlos Verletzungen und Wunden an Stamm, Ast- und Wurzelwerk aus, um in das Innere der Bäume eindringen zu können. Haben sie sich erst einmal erfolgreich etabliert, beginnt die Holzzersetzung. Die Auswirkung dieses Abbauprozesses endet für den Baum in der Regel mit seinem Ableben. Ob und wann der Baum vorher kippt oder bricht, hängt entscheidend von der Kombination Pilzart und Baumart, dem Ort der Holzzersetzung und den allgemeinen Standortfaktoren ab.

An verkehrssicherungspflichtigen Standorten kann somit ein Pilzbefall zu schwerwiegenden Schäden führen und erfordert daher die rechtzeitige Ergreifung von Maßnahmen, um dies zu verhindern bzw. zu vermeiden.

Dagegen ist in einem Wald - abseits der Wege - das Gefährdungspotenzial ein gänzlich anderes. Zwar wird auch hier der Pilzbefall für den Einzelbaum ebenfalls tödlich sein, aber dies ist ein ganz normaler Vorgang der auch das Gleichgewicht des gesamten Systems nicht gefährden kann und zum Kreislauf der Natur einfach dazugehört. Zudem kommt nun für nachwachsende Bäume die Gelegenheit, die freigewordene Lichtlücke für sich zu nutzen.

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Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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