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Der Holzkörper

Der Holzkörper eines Baumes bildet sich aus den lebenden und nicht lebenden Rinden- und Holzbereichen. Er trägt den Baum mitsamt seinen Blättern und muss zudem bei witterungsbedingten Einflüssen, z. B. Wind- und Schneelast zusätzliche Lasten auffangen und aushalten können.

Der Aufbau und die Ausgestaltung dieses Holzkörpers gestaltet sich durchaus bis ins hohe Alter des Baumes fort. Entscheidend dafür ist aber letztendlich die Vitalität des Baumes, das Alter spielt eigentlich nur eine untergeordnete Rolle.

Für die Statik des Baumes ist aber auch das Verhältnis zwischen Holzkörper und Krone eine entscheidende Größe. Je nach Eigengewicht, Kronenfläche und Kronenform, muss die statische Fähigkeit des Holzkörpers ausgebildet sein.

Aufbau des Stammes

Borke: besteht aus abgestorbenen Korkzellen und schützt den Baum vor Temperatureinflüssen wie Hitze und Kälte, sowie vor Wasserverlust und Beschädigungen jeglicher Art.

Die Borke als Ganzes ist wasserdicht und imprägniert, was Schädlingen ein eindringen in den Holzkörper erschwert. Die gebildeten Borkenzellen wachsen nicht mehr weiter, wodurch es beim Dickenwachstum zum aufreißen des Borkenmantels kommt.

  • Korkkambium: hier wird ein Mantel aus Kork aufgebaut, der den dahinter lebenden Bastteil schützt und von der abgestorbenen Borke abgrenzt. Zudem werden die Zellen für die aufgerissenen Borkenmäntel gebildet, damit der Borkenmantel mit Korkkambium wieder verschlossen werden kann. Auch das Korkkambium verfügt über die Schutzfaktoren der Borke und ist zudem noch fäulnisresistent.
  • Kambium: ist die Zellteilungsschicht und zuständig für das eigentliche Dickenwachstum. Die Splintschicht wird umhüllt von einer dünnen Kambiumlage. Nach innen werden die verschiedenen, benötigten Zelltypen ausgebildet, z. B. Tracheiden, Faserzellen und andere. Nach außen hin bilden sich Siebrohrzellen, Siebzellen oder auch Parenchymzellen. Hormone (Auxine) steuern diesen Vorgang. Die von den Blättern oder Nadeln ausgehenden und durch den Bast transportierten Assimilate sorgen dafür, das Zellwachstum im Kambium ausgelöst wird.
  • Bast: hier befindet sich eine lebende Schicht, die für den Transport der Assimilate und deren Speicherung zuständig ist. Der Bast ist die innerste Rinde. Die Weiterleitung der Assimilate findet immer in dem jüngsten Bastjahrgang statt. Durch Zellteilung werden neue Bastzellen nach außen gebildet. Unterscheiden muss man hierbei zwischen Laub- und Nadelgehölzen. Bei Laubgehölzen findet der Transport in Siebröhrenzellen statt, bei Nadelgehölzen in Siebzellen. Sehr wichtig für die Verteilung der Nährstoffe, sind die lebenden Parenchymzellen, die sich zu Strahlen zusammensetzen. Nach außen hin verbinden sie den Bastteil mit dem Kambium, nach innen erfolgt eine Verbindung mit dem Splintholz. Um überhaupt einen Gasaustausch mit der Außenwelt zu ermöglichen, wird ein Teil der Baststrahlen mit der Außenwelt verbunden. So gelangt notwendige Luft herein, Kohlendioxid wird abgegeben. Die äußerlich an den Baststrahlen angebrachten Lentizellen fungieren als Steuerungsventil und Schließmechanismus für diesen Vorgang.
  • Splint: in diesem lebenden Holzteil wird der Wassertransport durchgeführt und die Speicherung von Assimilaten. Als Speicherort fungieren wiederum die lebenden Parenchymzellen. Jedes Jahr wird ein neuer Ring von Splintzellen gebildet. In entsprechender Relation bauen innere Splintschichten ihre wasserführende Aufgabe ab. Verschiedene Abfallprodukte des Stoffwechsels werden in den Zellen und Zellwänden abgelagert. Die tragenden Teile im lebenden Splintholzbereich sorgen mit, für die statische Festigkeit. Es gibt verschiedene Zellen die für diese Aufgabe zuständig sind. Bei den Nadelgehölzen sind es vor allem die Tracheiden, die als verholzte und wasserführenden Wände diese Arbeit übernehmen. Eine zusätzliche Festigkeit erhalten sie durch die Einlagerung von Lignin. Bei den Laubgehölzen sind es die Holzfaserzellen, die für die nötige Stabilität sorgen. Allerdings existieren auch noch einige wenige Laubgehölze, die über funktionsfähige Tracheiden verfügen.
  • Kernholz: ist der erste abgestorbene und innenliegende Holzteil. Das Kernholz übt im wesentlichen noch eine statische Funktion aus. In der letzten Lebenshase der im Kernholz vorhandenen Parenchymzellen, haben diese bei einigen Baumarten noch für fäulnishemmende Einlagerung von Phenol gesorgt. Dadurch werden im Kernholz Verfärbungen verursacht.
  • Mark: bildet das innerste Zentrum des Holzkörpers. Es ist abgestorben und erfüllt keine Funktion mehr.

Zusammenfassend:

  • Äußere Rinde, schützt den Baum vor negativen Einflüssen der Außenwelt. Sie erneuert sich ständig, hält Regenwasser ab oder verhindert bei Sonnenschein eine zu hohe Verdunstung. Sie schützt ferner gegen Kälte, Hitze, Pilz- und Insektenbefall.
  • Innere Rinde, Versorgungsleitung des Baumes. Durch sie werden Assimilate in die übrigen Baumteile transportiert. Sie lebt nur kurze Zeit und wird zum Bestand der schützenden äußeren Rinde umfunktioniert.
  • Zellschicht, ist der eigentlich wachsende Teil des Holzes.
  • Splintholz, ist die Wasserleitung und für die Statik mit verantwortlich. Bildung neuer Splintholzringe nach außen, innen liegende verwandeln sich in Kernholz.
  • Kernholz, eine zentrale und mit statischer Funktion ausgestattete Säule des Baumes, solange die äußeren Schichten leben.
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des Autors
Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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