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visuelle Prüfung

Eine gesetzliche Vorgabe für die Überprüfung von Bäumen auf ihre Verkehrssicherheit hin gibt es nicht. Es hat sich aber in zahlreichen Urteilen gezeigt, das eine zweimalig pro Jahr durchgeführte Sichtung des Baumbestandes zur Erfüllung der Anforderung von Seiten der Gerichte meistens als ausreichend anerkannt wird. Dies ist aber nirgendwo verankert!

Derartige Sichtungen sollen einmal im unbelaubten und belaubten Zustand durchgeführt werden. Eine gleichzeitig durchgeführte Dokumentation, z. B. in Form eines Baumkatasters, ist für die Aufzeichnung der Ergebnisse und zur Beweißicherung zu empfehlen.

Ausnahmen bilden hier junge Bäume, die sicherlich nicht zweimal pro Jahr geprüft werden müssen. Andererseits können mehr als zweimalig pro Jahr durchgeführte Sichtungen angeraten sein, wenn aufgrund eines bereits vorhandenen Schädigungsgrades und einer hohen Frequentierung des Standortes von einer erhöhten Gefährdung ausgegangen werden muss.

Bei der visuellen Baumprüfung oder auch Baumkontrolle wird der Zustand des Baumes vom Boden aus in Augenschein genommen

  • auf bereits vorhandene oder zu erwartende Schädigungen des Baumes
  • auf Gefährdungen die bereits von ihm ausgehen oder zu erwarten sind
  • auf Symptome, die auf einen vorhandenen aber nicht direkt sichtbaren oder einsehbaren Schaden hinweisen oder zu der Annahme berechtigen
  • auf Baumumfeldfaktoren, die einen Schaden verursachen, erst ermöglichen oder verschlimmern

Diese Punkte sollten immer nach festen Kriterien - Schadensmerkmale und Auffälligkeiten - visuell abgeklopft werden, wie sie z. B. in der Checkliste der "Hamburger Baumkontrolle" enthalten sind.

Nach Überprüfung der oben genannten Punkte ergeben sich bei festgestellten Schäden oder Auffälligkeiten zwangsläufig weiterführende baumpflegerische Maßnahmen jeglicher Art.

Leider werden sich viele Punkte, ausdrücklich seien hier einige Bereiche des Baumumfeldes genannt, nicht verändern oder verbessern lassen. Deshalb ist ihnen eine höhere Gewichtung vor der Durchführung von Maßnahmen am Baum beizumessen, da sie in Bezug auf Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit für die Schadensvermeidung, -beseitigung oder den weiteren Schadensverlauf eines Baumes oftmals den Ausschlag geben.

Diese ineinandergreifenden Faktoren setzen sich für jeden Baum stets individuell zusammen. Deshalb ist zwangsläufig, gerade im öffentlichen Bereich, eine Bewertung von aufgetretenen Schädigungen und Beeinträchtigungen für jeden Baum ebenfalls individuell zu interpretieren.

Das macht die Sache leider nicht einfacher und führt auch oft zu Komplikationen und Auseinandersetzungen, innerhalb und mit der Bevölkerung, da für den Außenstehenden oftmals die jeweiligen Entscheidungen auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar sind oder auch die eigenen Interessen verfolgt werden.

Dieser kurze Einblick in den Bereich der visuellen Baumprüfung lässt schon erahnen welche Dimensionen das Ganze annimmt. Aber das ist noch nicht alles. Da die Baumgattungen und Arten auch unterschiedliche Holzstrukturen und Fähigkeiten haben, reagieren sie auf Auf- fällligkeiten und Schäden entsprechend anders. Dadurch ergeben sich bei ähnlichen, bzw. vergleichbaren Auffälligkeiten und Schäden auch verschiedene Möglichkeiten in der Interpretation für den jeweiligen Baum.

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Baumschulgärtner
und -kontrolleur
des Autors
Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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