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Nordmanntanne (Abies nordmanniana)

Wuchsform der Nordmanntanne

Das Verbreitungsgebiet der Abies nordmanniana reicht von Südost-Europa bis nach West-Asien, wo dieser Baum u. a. in den Gebirgslagen des kaukasischen Gebirges zwischen 1.000 und 2.000 Metern Höhe wächst. Auch bekannt geworden unter der Bezeichnung Kaukasaus-Tanne, was sich auf die angestammte Heimat bezieht. Dort werden Wuchshöhen von bis zu 60 Meter und ein Lebensalter von rund 500 Jahren erreicht.

Der botanische Name basiert auf dem finnischen Botaniker Nordmann, der diese Art 1836 im Kaukasus fand und beschrieb. Nach Westeuropa gelangte Abies nordmanniana 1848, wogegen in Osteuropa dieser Baum schon einige Zeit vorher intensiv als Forstbaum genutzt wurde.

Borke der Nordmanntanne

Die Nordmanntanne reagiert empfindlich auf große Trockenheit und Hitze. Für den Einsatz in Gebieten mit einer hohen schadstoffbelasteten Luft ist er nicht sonderlich geeignet. Luftfeuchte, sonnige bis lichtschattige Standorte werden bevorzugt. Sehr frosthart und auch windfest. Bedingt durch den späten Austrieb sehr unempfindlich bei auftretenden Spätfrösten.

Eine Besonderheit der Tannen ist, dass sich die ausgereiften Zapfen nicht in einem Stück vom Baum lösen, sondern die einzelnen Schuppen, die jeweils zwei Samen enthalten, sich propeller- artig herausdrehen und davonsegeln. Einen kompletten Zapfen von einer Tanne auf dem Waldboden zu finden ist daher nicht möglich.

Wuchsform: regelmäßige, in Quirlen angeordnete, weit ausgebreitete Hauptäste, kurze, dichtstehende Verzweigungen, durchgehender Leittrieb und gerader Stamm, regelmäßiger, breit kegelförmiger Kronenaufbau, unteres Astwerk im Freistand bis zum Boden herabhängend, sehr dichter Kronenmantel, anfangs eher langsamwachsend, später dann mittelstarkwachsend

Holz: hellgraue bis graue und glatte Rinde, oftmals durch Algenbewuchs grünlich schimmernd, mit zunehmenden Alter dünne und graubraune, plättchenenartig abspringende Borke bildend

Blüte: einhäusig, männliche Einzelblüten kurz, fast kugelförmig, rötlichbraun bis rötlichgelb, dicht gedrängt an den Vorjahrestrieben stehend, meist im unteren Kronenbereich, weibliche Zapfen-Blüten länglich, anfangs gelbgrün, später rötlich, aufrecht stehend, überwiegend im oberen Kronenbereich, ab Mai

Knospen (öffnend) der Nordmanntanne

Frucht: grünlichbraune bis dunkelbraune, aufrechtstehende Zapfen, zylindrisch, an den Enden abgerundet, 15 bis 20 cm lang, bis 5 cm dick, reif ab Herbst, während des Reifeprozesses grünlich, fast nur im oberen Kronenbereich, erst ab etwa 20 Lebensjahren einsetzend, reif ab September bis Oktober

Blatt: oberseits glänzend grüne Nadeln, unterseits heller mit 2 weißen Stomabändern, dicht gedrängt um den Zweig stehend, mit spitzen oder stumpfen Enden, starr, nicht stechend, bürstenartig nach vorn gerichtet oder schräg oben gerichtet, nicht gescheitelt, bis 3,5 cm lang, spät austreibend, Nadeln verbleiben zwischen 12 und 20 Jahre im Baum

Herbstfärbung: immergrün

Wurzel: Herzwurzler mit tief reichenden Hauptwurzeln, empfindlich gegen Verdichtungen

Boden: frisch bis feucht, sandig-lehmig, kiesig-lehmig bis lehmig, tiefgründig, humos, nährstoffreich, durchlässig, schwach sauer bis schwach alkalisch, Kalk vertragend, insgesamt anpassungsfähig

Höhe: 25-40 Meter

Breite: 5-8 Meter

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Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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