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Käferarten

Krankheiten an Pflanzen durch Käfer

  • Fraßschäden an Laub, Nadeln, Wurzeln und Rinde
  • Brut- und Fraßgänge im Holzkörper von Laub- und Nadelbäumen

Die zahlreich vorkommenden Käferarten zeichnen sich allesamt durch eine komplizierte Anreihung von verschiedenen Lebensphasen aus, in denen sie ihre Gestalt und Form komplett verändern.

Die Flugzeiten der Käfer beginnen, je nach Art, bereits ab März und dauern bis zum Ende des Sommers an. Die meisten Käferarten sind auf eine oder auf wenige Baumarten fixiert, andere sind in der Auswahl ihrer Wirtsbäume nicht eingeschränkt.

Angeflogen werden von verschiedenen Käfern ausschließlich bereits abgestorbene Bäume, der überwiegende Teil besiedelt zumindest geschwächte Bäume. Der Anflug auf gesunde Bäume ist eigentlich nicht der Normalfall, kann aber bei besonders stark ausgeprägten Populationsdichten vorkommen.

ausgewachsener Borkenkäfer ca. 5mm

Bei ihren Flügen auf der Suche nach geeigneten Brutstätten, werden zum Teil sehr beachtliche Strecken von einigen Kilometern zurückgelegt. Fündig werden die Käfer durch Duftstoffe, die von den kränkelnden Bäumen verbreitet werden.

Zum Teil besiedeln die Männchen zuerst die Wirtspflanzen und bereiten die Begattung und die daraus folgende Eiablage durch Nagearbeiten vor. Die eigentliche Eiablage durch die Weibchen kann in sechs Kategorien eingeteilt werden:

  • Eiablage in Ritzen und Vertiefungen der Baumrinde und Borke
  • Eiablage im Baumstamm in selbst genagten Kammern
  • Eiablage im Baumstamm in selbst genagten Brutgängen
  • Eiablage unmittelbar am Stammfuß
  • Eiablage auf Blattunterseiten
  • Eiablage in selbstgegrabenen Erdlöchern

Die daraus entstehenden Larven und Engerlinge beginnen nach dem schlüpfen, tiefer in die Wirtspflanze vorzudringen und sich mit weiteren Fraßschäden auf die Verpuppung vorzubereiten, bzw. wie der Maikäfer in seinen Erdlöchern, durch Fressen von Wurzelmasse.

Der Zeitraum von der Verpuppung bis zur vollständigen Entwicklung zum Käfer ist je nach Käferart verschieden lang. Bei den Käfern, wie z. B. dem Pappelblattkäfer, die ihre Eier auf den Blattunterseiten ablegen, handelt es sich um sehr kurze Brut- und Entwicklungszeiten von einigen Wochen. Somit können auch zwei bis drei Populationen in einem Jahr hervorgebracht werden. Die auftretenden Fraßschäden sind hierbei auf das Laub beschränkt. Die Überwinterung dieser Käfer erfolgt im ausgewachsenen Zustand am Boden, geschützt von der Bodenstreu.

Lange Entwicklungen können sich durchaus über mehrere Jahre erstrecken, wie z. B. beim Blauen Kiefernprachtkäfer, wo von der zweijährigen Entwicklungsphase alleine das Puppenstadium fast ein ganzes Jahr beträgt.

Weltweit tummeln sich etliche tausend Käferarten, in den verschiedensten Farben und Größen. Die für den europäischen Raum verschiedenen Vorgehens- und Lebensweisen der vorhandenen Käferarten können grob in sechs Kategorien unterteilt werden:

  • Borkenkäfer: über hundert Arten, Größen zwischen 1-10 mm, besiedeln Nadel- und Laubbäume
  • Bockkäfer: über fünfzig Arten, Größen zwischen 10-20 mm, besiedeln morsches und lebendes Holz
  • Blatthornkäfer: wenige Arten, Größen zwischen 15-40 mm, Eiablage im Boden
  • Blattkäfer: wenige Arten; Größen zwischen 5-15 mm, Eiablage zumeist auf Blattunterseiten
  • Prachtkäfer: über hundert Arten, Größen zwischen 3-25 mm, besiedeln morsches und lebendes Holz
  • Rüsselkäfer: wenige Arten; Größen zwischen 5-20 mm, Eiablage zumeist im Stammfußbereich

Merkmale für einen Käferbefall im eigenen Baumbestand sind kleine, kreisrunde Bohrlöcher in den Stämmen, vorhandenes Bohrmehl am Stammfuß, bzw. an den Bohrlöchern oder Fraßschäden im Laub. Da die meisten Käfer eher zu den sekundären Schädlingen gehören, ist die beste Vorbeugung, einen gesunden Bestand zu haben. Eine chemische Bekämpfung ist meistens möglich.

asiatische Holzbock-Käfer

Im Forst können große Populationen für erhebliche Schäden und Ausfälle sorgen und sind deshalb sehr gefürchtet.

Aber auch eingeschleppte Käfer können sich zu Plagen ausweiten und somit zu großen Schäden führen, da sie in ihrem neuen Umfeld in der Regel keine natürlichen Gegenspieler haben. So treibt seit einigen Jahren der aus Asien eingeschleppte Asiatische Holzbock, mit dem lateinischen Namen Anoplophora glabripennis, in Österreich und Deutschland sein Unwesen. Da hilft leider nur noch konsequentes verbrennen der befallenen Bäume.

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Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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