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Viren

Krankheiten an Pflanzen durch einen Virusbefall

  • Farb- und Formabweichungen bei Blättern, Trieben und Blüten
  • Erkennbar an Mosaikflecken, Ringflecken, Weißflecken, Streifigkeit, Blattkräuselungen, Besentriebigkeit, Gummiholzbildung.

Pflanzen werden natürlicherweise von verschiedenen Viren befallen. Der Lebensraum von Viren ist der Boden. Die Formenvielfalt reicht von kugel-, stäbchen-, bis zur keulenförmigen Gestalt.

Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel und sind daher bei ihrer Vermehrung auf eine spezifische Wirtszelle angewiesen. Dies können z. B. Bakterien, Pflanzen- oder auch Pilzzellen sein. Durch den Einbau ihres eigenen Erbgutes in die Wirtszelle programmieren die Viren diese um. Es kommt zum absterben der Wirtszelle und der Befall weitet sich auf die benachbarten Zellen aus. So können ganze Pflanzengewebe zerstört werden. Durch die Leitungsbahnen ist die Verbreitung in der ganzen Pflanze möglich.

Die Übertragungsart eines Virus wird vom Hüllprotein bestimmt. Umgibt sich ein Virus mit fremden Hüllproteinen, so wird dies als heterologe Enkapsidierung bezeichnet. Durch eine heterologe Enkapsidierung kann sich die Übertragungsart eines Virus verändern. Virusarten, die bisher nicht durch sogenannte Vektoren, dies sind z. B. Blattläuse, übertragbar waren, können somit vektorübertragbar werden. Eine heterologe Enkapsidierung kann dadurch die folgenden Effekte haben:

  • eine überhöhte Übertragungsrate von Pflanze zu Pflanze,
  • eine Erweiterung des Wirtskreises,
  • eine erhöhte Anzahl von gemischten Infektionen und
  • eine stärkere Symptomausprägung.

Der Befallszeitpunkt ist abhängig von der vorhandenen Bodentemperatur. Erst ab einer Bodentemperatur von 15° C, vermehren sich die Aktivitäten. Optimale Bedingungen stellen Bodentemperaturen von 25° C, in Verbindung mit ausreichender Bodenfeuchte, dar.

Das schädigende Virus wird von seinem Wirt z. B. in die Pflanzenwurzel übertragen. Die häufigste Verbreitung erfolgt aber durch saugende Insekten von Pflanze zu Pflanze. Eine wirksame Bekämpfung von Viruskrankheiten ist mit chemischen Pflanzenschutzmitteln so gut wie aussichtslos. Daher ist verstärkt auf indirekte oder vorbeugende Maßnahmen zu setzen, sowie auf die Anpflanzung von virusgetesteten Sorten.

Am Beispiel der Zuckerrübe ist zu ersehen, dass der Befall mittlerweile in nahezu allen wichtigen europäischen Rübenanbaugebieten nachzuweisen ist und als die wirtschaftlich bedeutendste Krankheit angesehen wird. Bei günstigen Infektionsbedingungen und anfälligen Sorten sind Ertragsminderungen von 50 % und mehr, sowie Zuckergehalte von unter 10 % bei den befallenen Rüben zu verzeichnen.

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Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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