Mitglieder-Login   |   Mitgliedschaft   |   Produkte   |   Datenschutz   |   Haftung   |   Impressum   |   Hier werben
baumpruefung.de - Twitter baumpruefung.de - Google+ baumpruefung.de - Facebook

Faszination Waldbrand

Ein Waldbrand kann sowohl ein großes Risiko für Tiere und Menschen bedeuten, aber auch schwere wirtschaftliche Schäden verursachen. Doch wie können Waldbrände eigentlich entstehen?

Die meisten Waldbrände entstehen leider durch uns Menschen. Oftmals auch nicht beabsichtigt, aber mit verheerenden Folgen:

  • Zigarettenstummel werden unachtsam weggeworfen, während sie noch glimmen
  • Gartenabfälle werden auf Feldern oder in Gärten verbrannt
  • Lagerfeuer werden schlecht gesichert oder es wird im Wald gegrillt und die glühende Asche zurückgelassen
  • Munitionsreste, die Phosphor enthalten, entzünden sich bei heißem Wetter eigenständig
  • Brandstiftung

Nur ganz selten entstehen Waldbrände durch natürliche Einflüsse.  Dafür müsste es kräftige Gewitter nach sehr langer Trockenheit geben. Dann können nämlich Blitze die vertrockneten Pflanzenteile leicht entzünden. Grade trockene Gräser fangen besonders leicht Feuer und dienen als Brandherd für weitere kleine Pflanzenteile wie Nadeln und kleine Zweige.

Wenn ein Feuer erstmal richtig lodert, dann kann es sich so stark ausbreiten, dass es letztendlich auch auf die Baumkronen übergeht. Hiervon sind dann besonders Nadelwälder betroffen.

 

Waldbrand

Kann man Waldbrände vorbeugen?

Ja, und das ist gar nicht schwer.
Da es nun einmal eine traurige Tatsache ist, dass immer noch der Mensch selbst die meisten Waldbrände verursacht, muss man hier mehr Aufklärung und härtere Strafen schaffen.

Das Aufstellen von Hinweisschildern alleine ist nicht ausreichend. Vielmehr muss man bereits in der Erziehung der Kinder auf die wertvolle Erhaltung der Natur hinweisen und ein gesundes Bewusstsein schaffen.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten.
Das Risiko für einen Waldbrand hängt auch eng mit der Baumart zusammen, denn besonders Nadelbäume, wie beispielsweise die Kiefer,  sind wegen des Harzes gefährdet. Aus diesem Grund werden in großen Kiefernanbauten gezielt sogenannte „Waldbrandschutzstreifen“ aus Roteichen, Pappeln oder auch Robinien entlang der Straßen gepflanzt.

Um kleine Bodenfeuer zu vermeiden, empfiehlt es sich auch einige Schneisen in einem rechten Winkel zur Windrichtung im Wald anzulegen und regelmäßig von brennbarem Material zu befreien, damit vorsorglich den Waldbränden eine Grenze gesetzt wird.
Praktischerweise können diese Schneisen, bzw. auch sogenannte „Rückegassen“ dann als Forstwege genutzt werden. Diese müssen jedoch gut in Stand gehalten werden, damit auch die Feuerwehr dies im Brandfall gut nutzen kann.

 

Positives am Waldbrand?

Obwohl die Waldbrände im Allgemeinen für Lebewesen und Pflanzen eine Bedrohung darstellen, gehören diese zum normalen Kreislauf des Waldes dazu.
So komisch dies auch klingen mag, aber Waldbrände können tatsächlich auch positive Auswirkungen auf das komplexe Waldsystem haben. Es gibt nämlich einige Baumarten, deren Samen erst nach einem Brand und dem einhergehenden Hitzereiz keimen können. Beispielsweise die nordamerikanischen Mammutbäume (Sequoia), deren Zapfen sich erst durch die nach oben steigende Hitze öffnen können.

Das Ökosystem benutzt den Waldbrand quasi als „Resettaste“, um die einhergehende Erneuerung der Vegetation für neues Leben zu verwerten.

Die Pflanzen, die sich an das Feuer angepasst haben und in Gebieten wachsen, in denen häufig Feuer ausbrechen, nennt man auch „Pyrophyten“. Überwiegend trifft man diese Pflanzen in Regionen wie beispielsweise Trockenwäldern, Buschgebieten und Savannen an.

Sie warten sogar teilweise auf das Feuer, damit die „Konkurrenten“, die nicht so feuerresistent sind, verbrennen und für die großen Bäume wieder genügend Platz und Licht ist. Das Feuer hilft also dem Wald auch bei „Aufräumarbeiten“.

Selbst einige Tierarten haben sich teilweise an die Brände angepasst, wie beispielsweise der australische Feuerkäfer. Seine Larven können nämlich nur in totem Holz wachsen. Der Käfer macht sich somit immer auf die Suche nach brennendem Holz, welches er auch dank seiner wärmeempfindlichen Sensoren in einem Umkreis von 60 Kilometern aufspüren kann.

Eine erstaunliche Leistung, die leider die meisten Tiere und auch wir Menschen nicht erbringen können.

 

Es lässt sich also abschließend sagen, dass nicht jeder Waldbrand direkt gelöscht werden sollte, aber immer unter Kontrolle gebracht werden muss, um größere Schäden zu vermeiden.

Achten Sie somit immer auf Ihren Wald in der Umgebung und jetzt besonders auch auf die trockenen Felder, um kleine Brandherde direkt zu löschen und unsere schönen Wälder zu schützen.

WERBUNG

Viele weitere spannende Themen, sowie noch mehr Wissenswertes über Bäume, finden Sie in unserem günstigen Mitgliederbereich und in den E-Books von baumpruefung.de.

Einfach hier Mitglied werden oder schnell bestellen!
Unsicher? Das sagen unsere bisherigen Kunden: Kunden-Rezensionen

NEU: Jetzt für den neuen Newsletter von baumpruefung.de hier anmelden!

Hier klicken für mehr Informationen über den Autor

Profitieren
auch Sie aus
über 25 Jahren
praktischer
Erfahrung als
Baumschulgärtner
und -kontrolleur
des Autors
Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

baumpruefung.de - toTop