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Cad Goddeu

Aus dem 6. Jahrhundert stammt das in walisischer Schrift verfasste Gedicht Cad Goddeu aus dem Llyfr Taliesin (Buch von Taliesin), was übersetzt soviel wie "Schlacht der Bäume" oder "Kampf der Bäume" bedeutet.

Das Gedicht erzählt von dem Kampf zwischen Gwydion mit Amaethon gegen Bran mit Arawn, dem König der Unterwelt in der walisischen Mythologie. Mit der magischen Belebung der Bäume zu Kriegern durch Gwydion, entstand der "Kampf der Bäume", in dem Arawn letztendlich der Unterlegene war.

Es existieren verschiedene Versionen über das Cad Goddeu und auch bei den Übersetzungen sind mehrere Fassungen im Umlauf. Nachfolgend eine davon.

Cad Goddeu - Die Schlacht der Bäume

Seht, die Wipfel der Buche
haben gerade Knospen geschlagen
wirken verändert, so jung
frei von ihrem welken Sein

Seht weiter, die Buche lebt wohl,
Trotz aller Flüche und Litanei
und die Eichen verbinden einander
es ist wieder Hoffnung für Bäume

Ich erkundete den alten Farn
um Wissen zu ergründen
doch der Alte Math Mathonwy
war noch viel weiser als ich

Doch mit neun guten Gaben
hat das Göttliche mich gesegnet
Als die Frucht unter den Früchten
geboren von neun Bäumen

Pflaume, Quitte, Heidelbeere, Maulbeere,
Himbeere und Birne
Schwarze und weiße Kirsche
und die Eberesche sind ein Teil meiner Selbst

Von meiner Feste in Fefynedd,
der so stark bewehrten Stadt,
sah ich die Bäume und Sträucher
hinfort eilen irgendwohin

Bescheiden vor dem Glück
wurden sie von Gott gegeben
in die Form der Buchstaben
unseres Alphabets

Wanderer staunten nicht schlecht,
Krieger wurden aufgeschreckt
über die Rückkkehr des Krieges
von Gwydion wohl geplant

Unter der Zungenwurzel tobt
ein höchst schrecklicher Kampf
und ein anderer gibt nimmer Ruh.
hoch droben im hinteren Kopf

Doch die Erlen waren in der ersten Reihe,
beginnen mit dem Gemetzel
Weide und Eberesche
treten verspätet in die Schlachtreihe.

Die Steineiche, so dunkelgrün,
hält entschlossen stand,
ist doch bewaffnet mit vielen Speerspitzen
die verwunden die törichte Hand

Unter den stampfenden Füßen der raschen Eiche
dröhnen nun Himmel, Hölle und Erde
Mannhafter Hüter der Pforte,
so heißt ihr Name in allen Sprachen

Groß ist der Stechginster in der Schlacht
und der Efeu streut giftige Blüte,
der Haselstrauch ist der Richter
in einer verzauberten Zeit.

Ungestüm und so wild bleibt die Tanne,
Grausam gar der Eschenbaum,
weicht doch keinen Fuß beiseite
und zielt direkt auf das Herz.

Die Birke, zwar sehr edel,
wappnet sich dennoch erst spät:
Dies ist zwar keinerlei Feigheit
sondern zeigt hohen Stand

Das Heidekraut spendet doch Trost
dem erschöpften Volke im Kampf
und die nimmermüden Pappeln
brechen oft in der endlosen Schlacht.

Etliche werden so verworfen
auf dem Felde der Ehre
auch wegen der Breschen, die ihnen
des Feindes große Macht schlägt

Und so zürt allen der Weinstock,
dessen Knappen die Ulmen sind.
Ich Unwürdiger preise sie vor allen
den Herrschern der Reiche.

Starke Häuptlinge sind der Schwarzdorn
dessen üble Frucht tötet
und der unbeliebte Bruder Weißdorn
in seiner ähnlichen Brünne

Das rasche Feinde verfolgende Schilf
und der Besenginster mit seiner Brut
samt dem Stechginster benehmen sich wüst,
bis sie gezähmt waren

Gaben verschenkt die edle Eibe
und steht finster am Rande der Schlacht
und der Holunder brennt nur langsam
in sengenden Feuern des Feindes zur Nacht

Voller Segen bleibt immer der wilde Apfel
lachend vor Stärke und Stolz
geboren aus dem Gorchan des Maeldrew
neben der felsigen Wand

Und im Verborgenen blühen
Liguster und Geißblatt,
noch Laien in der Schlacht
bewacht von der ritterlichen Kiefer

Aber ich, wenngleich von allen verachtet,
weil ich nimmer groß war
ich kämpfe ihr Bäume, in Euren Reihen
auf dem Feld von Goddeu Brig.

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Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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