2008 - Die Walnuss, Juglans regia

Die Walnuss, Juglans regia

Für das Jahr 2008 hat das Kuratorium Baum des Jahres am 18. Oktober die Walnuss auserkoren, für ein Jahr im Mittelpunkt des Interesses zu stehen.

Mit der Ausrufung der Walnuss zum Baum des Jahres wird auch ein kleines Jubiläum begangen, handelt es sich doch bereits um die 20 Proklamation seit 1989.

Als Begründung für die Wahl der Walnuss führt das Kuratorium den starken Rückgang dieses Baumes an. Demnach befinden sich seit 100 Jahre in Europa die Bestände auf dem Rückmarsch. Dieser Rückgang sei zum einen durch die Übernutzung und zum anderen auf die fehlenden Nachpflanzungen zurückzuführen. Das Motto 'den Menschen ein guter, alter Freund', zielt darauf ab, das man sich wieder mehr auf diesen, einst als typisch geltenden, Hausbaum zurück besinnen sollte.

Der botanische Name Juglans leitet sich aus dem lateinischen "Jovis = von Jupiter" und "glans = Eichel" ab. Die Griechen nannten sie die "Zeus-Eichel". In beiden Fällen spielt die Namensgebung auf die Früchte an.

Juglans regia, im deutschen auch als Echte Walnuss bezeichnet, befindet sich bereits seit vielen Jahrhunderten in Kultur und Züchtung. Ursprünglich in Bosnien, Griechenland, Klein- asien, Burma und im Himalaja beheimatet, trifft man die Walnuss fast überall im südwest- lichen Europa als Nutzbaum an. Aber auch in allen gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel, ob in China oder Kalifornien, weiß man die Walnuss nicht nur wegen ihrer Früchte zu schätzen. Das Holz zählt im Möbelbau nicht umsonst zum edelsten was es gibt.

Die Echte Walnuss gehört zu den einhäusigen Bäumen. Dies bedeutet, das sowohl männ- liche als auch weibliche Blüten getrennt auf einem Baum sitzen. Bei den männlichen Blüten handelt es sich um etwa 10 cm lange, gelblichgrüne und hängende Kätzchen an den Vorjahrestrieben. Die weiblichen Blüten sind hingegen wesentlich unauffälliger und kleiner. Sie befinden sich an den Spitzen der neuen Jahrestriebe. Ihre volle Blühfähigkeit erreichen die Echten Walnüsse bereits ab etwa 10 Lebensjahren.

Als Bestäuber im Mai wird lediglich der Wind benötigt. Ab September haben dann die allgemein bekannten Früchte bereits ihre Reife erreicht.

Mit rund 15 Meter Kronenbreite können freistehende Walnussbäume fast genauso breit wie hoch (20 Meter) werden. Dadurch bildet sich oftmals eine breit rundliche Kronenform der zumeist nur kurzstämmigen Bäume. Lediglich im engen Stand kann sich auch ein völlig gerader Stamm mit einem durchgehendem Leittrieb bilden. Dann sind auch Wuchshöhen jenseits der 20 Meter ohne weiteres möglich.

Markant für die Echte Walnuss sind auch deren unpaarig gefiederten, sattgrünen und bis zu 35 cm langen Blätter. Im Austrieb noch rötlich und aromatisch duftend, setzen sie sich aus 5-9 Einzelblättchen zusammen. Die Einzelblättchen sind eilänglich bis elliptisch geformt und werden zwischen 6-12 cm lang. Im Herbst erfolgt dann eine gelbe bis gelbbraune Färbung

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Thomas Langner

(* 1966 - † 2008)

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